Blumen naschen süße Vitamine

In jedem guten Blumengeschäft gibt es sie gratis zum Blumenstrauß hinzu: kleine Tütchen, die ein feines, weißes Pulver enthalten. Es handelt sich um Schnittblumennahrung, die dafür sorgen, dass der Käufer lange Freude an der blühenden Pracht hat. Blumen-Vitamine. Insbesondere Sommersträuße aus Pflanzen mit weichen Stielen wie beispielsweise Bartnelken, Dahlien oder Zinnien, neigen ohne Wasserzusätze rasch zu Fäulnis.
Wissenschaftliche Studien belegen: Im Sommer halten Schnittblumen, die in Wasser mit Blumennahrung stehen, rund 67 Prozent länger. Im Winter sind es sogar bis zu 139 Prozent.
Die Zusammensetzung des Pulvers ist ein streng gehütetes Geheimnis der Hersteller. Soviel ist aber klar: Die Blumen-Vitamine bestehen zum überwiegenden Teil aus bestimmten Zuckern. Mit einem Anteil von 90 Prozent bietet er konzentrierte Energie, die den abgeschnittenen Stängeln hilft, weiter zu blühen. Das bekannte Hausmittel, dem Vasenwasser Zucker beizugeben, ist also gar nicht so schlecht, hat allerdings einen Nachteil: Zucker allein unterstützt die Vermehrung von Bakterien. Daher reichern die Hersteller ihre Blumennahrung auch noch mit Bakterien hemmenden Substanzen an.

Damit die Schnittblumennahrung richtig wirken kann, sollten die Blumenstängel schräg angeschnitten werden (nicht mit der Schere!). Der schräge Schnitt vergrößert die Fläche, die Wasser aufnehmen kann. Außerdem sollten alle Blätter, die ins Wasser hängen entfernt werden, da sie nicht zur Wasserversorgung der Blume beitragen, sondern nur eine Angriffsfläche für Bakterien darstellen. Ist der Blumenstrauß endgültig verblüht, empfiehlt es sich die Vase sorgfältig zu reinigen. Mit Bürste, heißem Wasser und Spülmittel verschwinden auch die letzten Bakterienreste – gute Voraussetzungen für den nächsten Sommerstrauß.