Der Weihnachtsstern

Warum überraschen Sie Ihre Lieben in der Weihnachtszeit nicht mal mit einem Arm voller Sterne – Weihnachtssterne. Diese zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehörende Pflanze ist mit ihren farbigen Hochblättern eine ganz besonders weihnachtliche Zierde. In seiner mittel- und südamerikanischen Heimat kann der Weihnachtsstern zu einem Strauch von bis zu 5 Metern heranwachsen. Und während er in Deutschland nur als Zimmerpflanze anzutreffen ist, wächst der Weihnachtsstern beispielsweise auf den Kanaren, Mareira, Spanien und Portugal auch im Freien. Traditionell wird er in leuchtendem Kaminrot angeboten. Neue Züchtungen in Weiß, Creme aber auch Lachsfarben oder Variationen in Rosa und Pink bringen Farbe in den Advent. Immer häufiger sind die Blattränder gezackt, statt wie früher üblich glatt.
Viel Pflege braucht der Weihnachtsstern nicht. Damit ist er die ideale Pflanze für ‚Gießvergesser‘! Und sollte der weihnachtliche Stern mal arg ausgetrocknet sein, reicht häufig schon ein großzügiges Tauchbad, um ihn wieder frisch zu machen.

Eine interessante Frage zur weihnachtlichen Pflanzen stellt sich aber doch: Ist der Weihnachtsstern nun giftig – oder ist er es nicht?
Selbst Gärtner sind sich bei der Beantwortung dieser Frage nicht immer sicher. Schließlich gehört der schöne Weihnachtsblüher zur Familie der giftigen Wolfsmilchgewächse (Euphorbiacaeen). Tatsächlich konnten weder die für diese Gewächse typischen hochgiftigen Diterpene nachgewiesen werden, noch andere Substanzen mit starker Giftwirkung. Stattdessen kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass der Verzehr größerer Mengen von Blättern in der Regel keine Wirkung zeigt und höchstens zu Magen-Darm-Irritationen führt. Die Universität von Ohio erklärt z.B., dass ein 23 kg schweres Kind problemlos 500 Blätter essen könnte, ohne Anzeichen von Vergiftungen zu zeigen.
Weihnachtssterne sind offenbar eine Ausnahmeerscheinung in der langen Reihe stark giftiger Euphorbiacaeen.