Dübeln leicht gemacht

Die Wissenschaft des Dübels
Ganz gleich, ob eine Deckenlampe, ein Bild oder eine neue Markise befestigt werden müssen – welcher Dübel der Richtige ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab: Untergrund, Last je Dübel, Nutzlänge, Montageart und eventuell Anforderungen an den Korrosionsschutz sollten zur Auswahl der Befestigung bekannt sein.

Schraubenlänge
Häufig kommt es vor, dass zwar Dübel und Schrauben zur Hand sind, aber beide nicht zusammen passen. Die Schrauben sollten die Dübelspitze um die Länge des Schraubendurchmessers überragen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass Fliesen, Putz oder Isolierstoffe keine tragenden Schichten sind. Eine sichere Verankerung muss im darunter liegenden Baustoff erfolgen. Die optimale Schraubenlänge lässt sich leicht ermitteln: Schraubenlänge= Schraubendurchmesser + Dübellänge + Dicke des Verputzes und/oder Isolierstoffes + Dicke des Montagegegenstandes

Bohrerstärke
Meistens gilt: Der Dübeldurchmesser entspricht dem Bohrerdurchmesser. In Porenbeton und anderen sehr weichen Baustoffen ist es jedoch besser, das Loch um 1 mm kleiner zu bohren. Der Dübel erhält so eine bessere Tragfähigkeit.

Untergrund
Je weicher und löchriger die Wand, desto länger und dicker sollten Dübel und Schrauben gewählt werden. Bei unverputztem Mauerwerk kann die Wandbeschaffenheit anhand der Steinform und -farbe bestimmt werden. Ist die Wand dagegen verputzt oder verkleidet, hilft eine Probebohrung. Je nach Bohrfortschritt und Farbe des Bohrmehls kann der Ankergrund bestimmt werden.
Lochsteine, Baustoffe mit geringer Festigkeit und Portenbeton sollten nur im Drehgang (ohne Schlag) gebohrt werden – auch wenn es anders schneller geht. Gerade bei Lochziegeln besteht sonst die Gefahr, dass die Stege im Baustein zerstört werden und die Dübel später kaum noch Halt finden. Auch die gründliche Reinigung des Bohrloches ist wichtig für den sicheren Halt der Dübel, da diese nur in einem sauberen Bohrloch maximale Haltewerte erzielen. Bohrlöcher können ausgebürstet oder mit einem Staubsauger oder mittels Gebläse auch ausgesaugt und ausgeblasen werden.
Internet: www.fischerwerke.de