Werterhaltung: Autowaschen

Die Waschanlage ist das eine…
Wird ein Auto in  einer Waschstraße beschädigt und kann die Besitzerin nachweisen, dass der Wagen vorher wie neu aussah, so muss der Betreiber der Waschanlage die Reparatur bezahlen (AG Düsseldorf 34 C 18117/97).

Wer mit seinem Wagen schräg in eine Waschstraße fährt, der hat bei einem Scha-den keinen Anspruch gegen den Betreiber. Ein durchschnittlich sorgfältiger Autofah-rer weiß, dass er sein Auto nur innerhalb der Begrenzungsschienen einstellen darf (LG Neuruppin 4 S 283/99).

Verfängt sich in einer Autowaschanlage ein rotierender Textilstreifen in einer – in der Karosserie versenkten – Antenne und wird sie dabei beschädigt,  so muss der Betreiber der Anlage Schadenersatz leisten (AG Hamburg 13b C 298/97).

Bricht der Spiegel eines Pkw in einer Waschanlage ab, so muss der Betreiber den Schaden ersetzen. Er kann nicht argumentieren, der Spiegel sei schon beim Einfahren locker gewesen. Denn dies hätte bei der Vorreinigung auffallen müssen (AG Recklinghausen 11 C 481/98).

Tiefe Kratzer im Lack,  die offensichtlich von Fremdkörpern in den Waschbürsten
verursacht wurden, machen den Betreiber der Waschanlage schadenersatzpflichtig. Es handelt sich keineswegs um eine unerhebliche Beeinträchtigung (LG Dessau 7 S 262/97).

…Selbstwaschen, eine andere Lösung.
Autowaschen auf dem eigenen Grundstück oder öffentlichen Flächen ist verboten. Dies besagt Paragraf 4, Absatz 1 des Bundesbodenschutzgesetzes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: „Jeder der auf den Boden einwirkt, hat sich so zu verhalten, dass schädliche Bodenveränderungen nicht hervorgerufen werden“.

Abschnitt 3, Paragraf 12 des Ortsrechts der Stadt Lüdenscheid besagt, dass Unterboden- und Motorenwäsche von Kraftfahrzeugen auf Verkehrsflächen oder in Anlagen verboten sei. Ferner das Ablassen von Chemikalien, Ölen, Treibstoffen und ät-zenden oder giftigen Stoffen. Bei Zuwiderhandlungen verhängt die Stadt Lüden-scheid ein Bußgeld bis zu 500 Euro.